Gegendarstellung

Gegendarstellung
zum Artikel im Kaarster Stadtspiegel „Vorschreiter statt Vorreiter? …“ vom 9. August 2016

Mit Bedauern nimmt der Bruderschaftsvorstand zur Kenntnis, dass es für die örtlichen Medien wohl wichtiger geworden ist, fette Überschriften zu haben, als sich umfassend zu informieren und den Sachverhalt mit journalistischer Sorgfalt zu recherchieren. Anders ist es nicht mehr zu erklären, dass alles, was Josef Karis gegenüber den Medien äußert, inzwischen ohne jegliche Rückfrage bei den betroffenen Gremien oder Prüfung des Wahrheitsgehaltes abgedruckt oder gesendet wird. Im Januar musste unsere Bruderschaft diese leidvolle Erfahrung bereits mit einer bei uns stark verbreiteten Tageszeitung machen. Im Frühjahr dann nochmal mit Sendungen des Bürgerradios, die mittwochs auf Frequenzen des lokalen Radiosenders ausgestrahlt wurden. Der Artikel im „Kaarster Stadtspiegel“ vom 9. August machte nun deutlich, dass der Hubertusmajor Karis wohl nicht gedenkt, mit der Verbreitung von Unwahrheiten aufzuhören. Daher sieht sich der Bruderschaftsvorstand gezwungen, nun auch öffentlich zur reagieren.

Die Aussage, der Bruderschaftsvorstand habe aus Kosten- und Sicherheitsgründen entschieden, auf Pferde im Umzug zu verzichten, ist schlicht unwahr. Josef Karis gehört formell dem Bruderschaftsvorstand an und erhält daher auch alle Vorstandsprotokolle. Er wird nicht in der Lage sein, einen derartigen Beschluss vorzulegen. Wenn er seiner Verpflichtung, an den monatlichen Vorstandssitzungen teilzunehmen, öfter als ein- bis zweimal im Jahr für 30 bis maximal 90 Minuten nachkommen würde, hätte er auch mitbekommen, welche Themen dort besprochen und bearbeitet werden. Da die berittenen Offiziere bisher immer der Kosten für die Pferde persönlich getragen haben, könnte ein behaupteter Verzicht zu keiner Einsparung bei der Bruderschaft führen. Ausschließlich die bisherigen Vorreiter erhielten bislang einen Zuschuss zu den Kosten für die Anmietung ihrer Pferde. Diese haben jedoch von sich aus ihre Tätigkeit eingestellt. Dies haben sie schriftlich u. a. damit begründet, dass sie dies täten, weil der neue Oberst beim Schützenfest nicht reitet. In Kenntnis des Nichtreitens wurde der Oberst mit großer Mehrheit auf der Jahreshauptversammlung im Januar gewählt. Als Gegenkandidat hatte sich Josef Karis vorschlagen lassen und war unterlegen, hat es sich im Anschluss daran aber nicht nehmen lassen, die Presse für sich mit sachlich völlig ungerechtfertigten Vorwürfen gegenüber dem Vorstand der Bruderschaft zu instrumentalisieren.

Unsere Bruderschaft besteht aus eigenständigen Corps, deren Mitglieder in eigener Zuständigkeit ihren jeweiligen Corps-Führer wählen, der in den meisten Fällen den Rang eines Majors bekleidet.
Die Bruderschaftssatzung regelt im § 11 Abs. 6: “Als beratende Mitglieder gehören dem Vorstand alle berittenen Majore der Regimentsführung, sowie die Minister des amtierenden Schützenkönigs an.“ Daraus lässt sich keine Verpflichtung für die Corps ableiten, dass deren Mitglieder nur „berittene Majore“ wählen dürfen. Soweit bekannt, enthält auch keine Satzung der derzeit aktiven Corps eine derartige Regelung. In Kenntnis des § 11 Abs. 6 der Bruderschaftssatzung haben die Mitglieder des Grenadiercorps und des Jägercorps mit großer Mehrheit nichtreitende Majore gewählt.

Die Bruderschaft betreibt einen recht großen Aufwand, wenn es um die Sicherheit rund ums Schützenfest geht. Wenn der Vorstand in Pferden ein nichtvertretbares Risiko sehen würde, dann säßen auch der Hubertusmajor Josef Karis und sein Adjutant nicht mehr auf einem Pferd. Dann gäbe es auch keine Kutschen mehr für unsere Senioren und wir würden auch nicht mehr die Reitergemeinschaft Holzbüttgen einladen. Die bisherigen Ausführungen zeigen, der Vorstand hätte keinen Grund den ihm unterstellten — tatsächlich nicht existierenden — Beschluss zu fassen.

Ob man die Sichtweise von Josef Karis teilt, die besondere Würde eines Corps-Führers hänge davon ab, ob ein solcher Schützenbruder in herausgehobener Verantwortung sein Amt zu Pferde ausübt oder nicht, hängt vermutlich vom jeweiligen Menschenbild ab. Es muss jedoch deutlich widersprochen werden, wenn die im Rang deutlich über dem Hubertusmajor Karis stehenden Schützenbrüder, wie Schützenkönige, Brudermeister und Oberst, oder die ihm gleichgestellten Corps-Führer, zwischen den Zeilen als würdelose Menschen dargestellt werden. Dies gilt im gleichen Maße für das übrige Regiment. Ab und an ist es angezeigt, bei den flotten, oft in Reime gefassten, Sprüchen des Josef Karis, auf die eigentliche Botschaft und seine eigenen, damit verfolgten Ziele zu achten.

Der Vorstand der
St. Sebastianus Schützenbruderschaft Holzbüttgen

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