Archiv der Kategorie: Königshaus

Ehrenzug „Ärm Söck“

Die ersten Jahre des Zuges waren geprägt durch jugendliche Neugier und viele „erste Male“: erstes Mal marschieren, erstes Mal Hofdamenführer, der erste, individuell natürlich unterschiedliche Kontakt mit Gerstensaft und Mädels im Festzelt.

Nach und nach wurden auch die „Ärm Söck“ ein wenig erwachsener und übernahmen Verantwortung rund um das Schützenfest, sei es in Jungschützen‑, Bruderschafts- oder Hubertusvorstand. Der Zug stellte die Jungschützenkönige Hajo Schmitz, Daniel Kirschbaum und Lukas Schmitz. Szenekenner erinnern sich auch gerne an die Krönung der beiden Hubertuskönige Christoph I. und Daniel XVI. Nebenbei konnte sich der Zug speziell bei lokalen Fussballturnieren auszeichnen.

Seit Beginn des aktuellen Jahrzehnts konnten die Bande zu den Damen der „Las Söckchen“ durch einige Hochzeiten und den ersten zuginternen Nachwuchs weiter intensiviert werden. Das wir nun schon seit zwanzig Jahren Schützenfest in dieser großen Runde feiern können, ist auch zu großen Teilen ihr Verdienst.

Wir freuen uns daher als “große jugendliche Gruppe“ unserem Königspaar Franjo und Ulla als Ehrenzug zur Seite stehen zu dürfen und wünschen allen wie immer eine schöne Kirmes. Macht Euch viel Freud!

Ehrenzug „Jung Hubertus“

1965 gründeten neun junge Männer im Bischofshof den Hubertuszug „Jung Hubertus“. Bereits in jungen Jahren und bis heute gestaltet der Zug das Vereinsleben der Bruderschaft aktiv und gern nach innen und außen mit. So z.B. Mitarbeit Pfarrzentum-Disco in den siebziger Jahren, Tribünenaufbau, Mitgestaltung Pfarrfeste, Mitbegründung des Hubertuscorps, Ausschmückung Hubertusmessen, St. Martin-Fest, Mitarbeit im Corpsund Bruderschaftsvorstand.

Langeweile kommt während des kompletten Jahres nicht auf. „Jung Hubertus“ verschließt sich nicht vor Aktivitäten und Verantwortung im Corps- und Bruderschaftsvorstand. Die acht Corpskönige aus unseren Reihen waren: K‑B. Bohr, H. Eggert, J. Karis, H. Müller, F. Rademacher, G. Schmitz, J. Schmitz, H. Sohn.

Weitere Höhepunkte von „Jung Hubertus“ waren und sind die Erringung der Königswürde durch unsere Mitglieder Rolf Dettloff (1971), Willi Diederich (1990), Volker Schöneberg (2002), Gerhard Schmitz (2011) und Franjo Rademacher (2014). Wir wünschen ihm, seiner Königin Ulla und seinen beiden Ministerpaaren, aber auch besonders allen Holzbüttger Bürgern und Gästen fröhliche, harmonische und sonnige Schützenfesttage.

Ministerpaar Theo und Lilli Werner

Seit vielen Jahren sind wir mit Franjo und Ulla Rademacher befreundet. Als ich von Franjo gefragt wurde, war es selbstverständlich, das Ministeramt zu übernehmen. Geboren wurde ich 1939 in Düsseldorf. 1976 folgte der Kauf des Grundstücks in Holzbüttgen und die Geburt unserer Tochter. 1977 sind wir dann nach Holzbüttgen umgezogen. Nach dem Maschinenbaustudium habe ich als Konstrukteur im Walzwerksbau gearbeitet. Von 1976 bis zum Eintritt in den Ruhestand war ich im Aufsichtsdienst der Berufsgenossenschaft tätig. Von 1979 bis 1998 war ich 2. Vorsitzender des Sportvereins DJK Holzbüttgen und bis 2008 Vorsitzender.

In die Schützenbruderschaft bin ich 1994 eingetreten und seit 2007 mit Freude aktiv im Zug „Jung Hubertus“. 2011 war ich Zugkönig. Seit 01.08.2006 bin ich ehrenamtlich Vorsitzender des Trägervereins der Ganztagsschule in Holzbüttgen. Hier setze ich einen großen Teil meiner Freizeit ein. In meiner restlichen Freizeit spiele ich gerne Tennis. Seit 1994 koche ich mit zwei Freunden und dazu laden wir immer unsere Ehefrauen ein.

In Ostwestfalen bin ich, Lilli Werner, aufgewachsen. Nach Düsseldorf kam ich 1955 und lernte dort auch meinen späteren Ehemann Theo kennen. Wir heirateten 1960. Nach Abschluss meiner Lehre als Versicherungskaufmann arbeitete ich für eine große Versicherungsgesellschaft. Der Schuleintritt unserer Tochter markierte das Ende meiner Berufstätigkeit. Seitdem engagierte ich mich ehrenamtlich in verschiedenen Bereichen. Zum Beispiel im Kindergarten, Schule, Sportverein, Förderkreis oder auch bei der Hausaufgabenbetreuung für Migrantenkinder. Meine Hobbys sind Nordic Walking und als Ausgleich Lesen. Da wir keinen Wintersport mehr betreiben, geht es ein bis zweimal im Jahr zum Wandern in die Alpen. Zwischendurch machen wir Städte- und Rundreisen. Nun freuen wir uns auf ein schönes Schützenfest.

Ministerpaar Karl-Bernhard und Sibille Bohr

Mit großer Begeisterung haben wir als Paar das Ministeramt angenommen, um als Teil des diesjährigen Königshauses dazu beizutragen, uns allen ein schönes und unvergessliches Schützenjahr und Schützenfest zu bereiten.

Am 18.9. 1948 in Holzbüttgen geboren (am gleichen Tag wie S.M. Franjo I.), verlebte ich eine glückliche Kindheit in „Bohrhausen“ auf unserem Hof im Dorf, behütet von Mutter Minchen, deren Familie weit über 100 Jahre Holzbüttger Geschichte miterlebt hat. Insoweit ist der Begriff „Holzbüttger Urgestein“ für unsere Familie sehr berechtigt. Ab 1955 besuchte ich die Volksschule an der Königstraße, später am Marienplatz. Nach der Lehre als Landwirt erhielt ich mein Landwirtschaftsmeisterdiplom und führte unseren Hof weiter, den ich mit meiner Familie bewirtschafte. Lange Zeit war ich verantwortlich als Ortslandwirt, um die Interessen unserer Bauernschaft zu vertreten. Ganz in der Landwirtschaft verwurzelt, habe ich schon in jungen Jahren sehr aktiv in der kath. Landjugend Kaarst mitgemacht. Gleichzeitig war ich zwar kleinster, aber dafür ein sehr quirliger und begeisterter Messdiener. Über viele Jahre durfte ich auf keinem rheinischen Landjugendball und Bauernfest fehlen, da ich die Holzbüttger Junggesellen zu repräsentieren hatte.

Diese Verantwortung endete, als ich die Liebe meines Lebens, Sibille Hehnen kennenlernte. Sibille wurde 1954 geboren. Nach ihrer Lehre und Schule in Kaarst wurde sie ausgebildete Hauswirtschafterin. Wir waren bald unzertrennlich, heirateten 1974 und bekamen drei Kinder, Claudia, Lisa und Bernhard. Sibille ist heute neben den vielen Aufgaben für die Familie erfolgreiche „Chefin“ und Managerin unseres Hofladens. Sie ist dem Schützenwesen ebenso begeistert verbunden wie mein Sohn Bernhard und ich.

Als Schütze durch und durch war ich Mitbegründer des Hubertuskorps und Gründungsmitglied unseres Zuges „Jung Hubertus“. Ich bin stolz darauf, im Jahr 1972 als erster Holzbüttger Schütze Jungschützenkönig gewesen zu sein. Weitere Zugkönigswürden folgten. Im Jahr 1990 waren wir Ministerpaar bei Willi und Brigitte Diederich. Im Jahr 2012 erlangte ich die Würde des Hubertuskorpskönig, die mir große Freude bereitete und war gleichzeitig mit Freude Standartenträger des Bezirkskönigs Gerhard Schmitz.

Das Wohl und eine gute Zukunft unserer Bruderschaft und die Verbindung zu unseren benachbarten Bruderschaften ist mir ein großes Herzensanliegen, weil ich seit frühster Jugend weiß, wie wichtig das Schützenwesen für den Zusammenhalt unseres Ortes ist. Wir freuen uns sehr auf ein frohes Wiedersehen auf dem kommenden Schützenfest.

Schützenkönig Franjo I. und Königin Ulla

Seitdem wir 1980 unsere Zelte im schönen Holzbüttgen aufgeschlagen haben, fühlen wir uns hier sehr wohl. Durch unsere Kinder im Kindergarten, durch Schule, Pfarrgemeinde und Sport gewannen wir bald gute Freunde. Auch das Schützenwesen gehört dazu, obwohl ich lange aus beruflichen Gründen nicht aktiv sein konnte. Das änderte sich 2006 mit 62 Jahren. Ich wurde Hubertusschütze bei „Jung Hubertus“. Man sieht, ich bin ein typischer Spätstarter. Aber wenn, dann mit Vollgas.

Eine Riesenfreude war, 2013 Hubertus-Corps König sein zu dürfen. Das hat mich richtig auf den Geschmack gebracht. 1943 in Ahlen geboren, verbrachte ich meine Kindheit im Ruhrpott in Bottrop, ging dort zur Schule, musste aber mit 14 Jahren einsehen, dass Lernen nicht zu meinen größten Talenten gehörte. Man warf mich vom Gymnasium. Den Ernst des Lebens entdeckte ich erst in meiner Lehre als Industriekaufmann in einem Baubetrieb, wo ich neben Büroarbeit durch Steine schleppen meine Muskeln trainieren durfte. Nach Abschluss der Lehre hatte ich die Chance, auf dem zweiten Bildungsweg mein Fachabitur zu machen, um Betriebswirtschaft zu studieren. Danach war ich sieben Jahre lang als Unternehmensberater tätig, machte mich dann mit drei Partnern selbstständig, um Rehabilitationskliniken aufzubauen und zu betreiben. Nach über 30 Jahren mit viel Engagement beendete ich 2008 meine berufliche Tätigkeit endgültig und übernahm gern einige Ehrenämter.

Meine Ursula Maria lernte ich – inzwischen war ich schon 28 Jahre alt — bereits 1972 im zarten Alter von 17 Jahren kennen und lieben. Eine echte und typische niederrheinische Frohnatur aus Süchteln, deren ansteckendes und frohes Wesen mich als Westfale und Ruhrpottler bis heute fasziniert. Nach Schule und Abitur im Liebfrauen-Gymnasium in Mühlhausen studierte Ulla in Bochum und Düsseldorf Lehramt-Sekundarstufe I. und unterrichtete danach mit Freude Englisch und Französisch. Als sich 1980 unser erster Sohn anmeldete, gründete meine Frau 1982 ein kleines Familienunternehmen, genannt die „Radi-family“ und betreibt es seither als „Geschäftsführerin“ höchst effektiv und erfolgreich. Ihre Rolle als Mutter übte sie darin mit viel Leidenschaft und großer Geduld aus.

Unsere Freude sind unsere vier erwachsenen Söhne und die stetig wachsende große Familie. Mit Reisen, Segeln, mit Freundschaftspflege, besonders aber mit begeistertem Mittun im Schützenwesen verbringen wir unsere freie Zeit und freuen uns jeden Tag daran. Die Königswürde in diesem Jahr erfüllt uns mit Stolz und mit viel Freude.