Geschichte - Holzbüttgen - Pannenbeckerhof



Pannenbeckerhof

Der Name Pannenbecker ist eine Berufsbezeichnung, die aussagt, dass der erste Träger mit diesem Namen ein Pfannenbäcker gewesen ist.
Der Pannenbeckerhof lag bis zu seiner Aussiedlung an der Königsstraße, zwischen dem Großen Mühlenweg und der Feldstraße i heute Josef-Kuchen-Straße). Der erste Träger dieses Namens in Holzbüttgen war ein Adam Pannenbecker, über dessen Geburts- und Sterbetag keine genauen Daten bestehen. Adam Pannenbecker war 1781 unter anderem auch Büttgener Schöffe beim Gräflichen Gericht. Ein Buch, das sich bis heute im Besitz der Familie Pannenbecker befindet. enthält auf über 100 Seiten Eintragungen aus den Jahren 1716 bis 1789. die in unterschiedlichen Handschriften des jeweils Eintragenden, Abgaben betreffen die. die Sollstätten in Naturalien oder Reichstalern und Stübern zu leisten hatten, aber auch Berichte von Besuchen beim Gericht in Hülchrath oder beim Waldgrafen in Liedberg. Adam Pannenbecker war verheiratet mit Maria Agnes, geborene
Kreutzer, die am 4. Oktober 1747 in Büttgen geboren war. Die Eheleute Adam und Maria Agnes hatten fünf Kinder, die in der Zeit von 1772 bis 1785 geboren sind.
Der aus dieser Ehe hervorgegangene Sohn Peter Josef Pannenbecker, geboren am
23. März 1777, erbte den Hof. Er heiratete am 4. Mai 1809 Maria Elisabeth, geborene Loven, aus Büttgen-Driesch. Als Maria Elisabeth im Jahre 1821 im Alter von 36 Jahren starb, hinterließ sie zwei Kinder. Peter Josef heiratete im darauf folgenden Jahr Katharina Bockers, mit der er 21 Jahre verheiratet war, als er am 28. Oktober 1843 verstarb. Die Ehe mit Elisabeth Brockers blieb kinderlos.


Der Pannenbeckerhof in den 60ger Jahren

Sein Sohn Jakob Pannenbecker, geboren am 25. Juni 1810, erbte den Hof. er vermählte sich am 13. Juni 1851 mit Anna Maria, geborene Johnen aus Büttgen-Driesch. Diese Ehe war mit vier Kindern gesegnet. Jakob Pannenbecker starb bereits am 13. Juni 1868.
Seine Witwe führte nun den Bauernhof. Sie war es auch, die in den Jahren 1870-71 mit
dem Neubau des Pannenbeckerhofes an der Königsstaße in Holzbüttgen begann.

Der Sohn von Anna Maria Pannenbecker Peter Josef Hubert Pannenbecker, geboren am 17. Mai 1862, erbte den Hof. Er vermählte sich am 15. November 1894 mit Katherina geborene Josten.
Zu Lebzeiten des Josef Pannenbecker waren schon Bestrebungen im Gang, für den Ortsteil Holzbüttgen wenigstens eine Betkapelle zu errichten, damit die älteren und kranken Leute, die den weiten Weg nach Büttgen nicht gehen konnten, aber auch die Schulkinder, die sonntags den Weg zweimal zurücklegen mussten, nämlich morgens zur hl. Messe und nachmittags zur Christenlehre, dort betreut werden konnten. Nachdem schon ein Grundstock zur Finanzierung des Bauvorhabens gelegt war, stellten der Bauunternehmer Bernhard Hoeveler und der Ackerer Josef Pannenbecker, der auch den Bauplatz stellte, am 18. April 1906 den Antrag zum Bau einer solchen Kapelle. Die Angelegenheit zog sich jedoch im Verfahren mit den Behörden und wegen des Weltkrieges 1914 18 und der Inflation noch bis 1933 hin. Erst dann wurde die Baracke, die vorher als Notkirche für St. Barbara in Neuss diente, in Holzbüttgen als Gotteshaus aufgestellt.
Das Ehepaar Josef und Katharina Pannenbecker hatten drei Kinder, zwei Töchter und einen Sohn, die in der Zeit von 1895-98 geboren sind. Josef Pannenbecker starb 1914 52 jährig an einer schweren Krankheit. Den Hof erbte sein Sohn Heinrich Pannenbecker, er heiratete 1923 Anna Dammer vom Junkerhof. Aus dieser Ehe gingen zwei Töchter und ein Sohn hervor. Der Sohn Karlheinz erbte den Hof. Heinrich Pannenbecker verstarb am 9. März 1961, seine Frau Maria am 27. September 1970. Derzeitiger Besitzer des Gehöftes ist Karlheinz Pannenbecker, geboren am 28. Sep. 1926. Er ist verheiratet mit Maria, geborene Hannen vom Lammertzhof. 1968 baute die Familie, nach der Flurbereinigung in den 60ger Jahren, in der Feldmark nahe dem Großen Mühlenweg einen neuen Hof. Der unter Denkmalschutz stehende alte Hof wurde zu mehreren schönen Wohnungen umgebaut, die vermietet sind.