Kommerhof An dieser Stelle möchten wir Ihnen wieder die Geschichte eines alten Hofes aus Holzbüttgen, den Kommerhof, vorstellen. Der Name Kommerhof stammt ab von dem Begriff "Kummerhof", was soviel bedeuten soll wie "oft verpfändeter Hof". Auch der Kommerhof gehörte ursprünglich wie der Hasseishof dem Kapitel St. Aposteln zu Köln. Zum Hof gehörte früher noch eine Windmühle "die Mühle am Haus", die ebenfalls St. Aposteln gehörte. Erstmals wurde der Hof 1408 genannt. Er wurde später Eigentum der Augustiner Chorherren im Oberkloster zu Neuss. Bis zum Jahre 1663 ist über Belehnte oder Pächter nichts bekannt. Ein Junker Wilhelm Ernst von Laudorf zu Leuschhof hatte den Hof 1663 gepachtet. Er war Amtmann auf Schloß Dyck, verheiratet seit 1641 mit Katharina Kessel, Erbin zu Luisch. Schon sein Vater Wilhelm war seit 1581 Amtmann und Vogt auf Dyck. An Pacht musste Wilhelm Ernst von Laudorf jährlich 16 Malter Roggen und 2 Malter Hafer aufbringen. Die Haus- und Hofflachen waren 3 1/2 Morgen, 12 Ruten groß, an Ackerflächen besaß das Gut 109 Morgen. Unter der Herrschaft von Napoleon wurden die Augustiner Chorherren enteignet, und die Familie Schaafhausen aus Köln kaufte das gesamte Gut. ![]() Der Kommerhof an der Kreuzstraße um das Jahr 1950 Ihr folgten als Besitzer die Geschwister Dünnbier, dann die Familie Heyer, danach Jakob Platen. Danach erwarb den Hof Wilhelm Drennhaus. Anfang der 50er Jahre gehörten zum Hof 44 ha Ländereien. Die Bewirtschaftung des Kommerhofes wurde in den 60er Jahren aufgegeben. Heutiger Besitzer ist der Sohn Hermann Drennhaus. |