Geschichte - Holzbüttgen - Hausmannshof


Hausmannshof

An dieser Stelle möchten wir Ihnen wieder einen Bauernhof aus Holzbüttgen vorstellen, den dreißigjährigen Hausmanns- bzw. Risgeshof. Nach der Vernichtung des alten Bürgerarchives während des Krieges stammt die erste Amtliche Erwähnung aus dem Jahre 1639. Von Pfarrer Wilhelm Jobserius wird in einem original versiegelten Brief aus dem Jahr 1481 festgehalten, dass die Parteien des Risgeshofes verpflichtet sind , der Kirche jährlich 1/4 Pfund Wachs zu entrichten. Der Hof selbst ist sicherlich älter und seine Gründung kann man wohl in die Frankenzeit datieren. An der Abbruchkante, der nach Norden leicht geneigten, so genannten Erkelenzer Platte, wurde schon früh eine landwirtschaftliche Siedlung angelegt. Wie auf einer Schnur aufgereiht , liegen hier die Höfe in Holzbüttgen.

Der Hausmannshof nach der besonders gut gelungenen un d durchdachten
Erweiterung des Hofes durch den Sohn Franz-Wilhelm Hausmann.

Die Besitzer des Hausmannnshofes lassen sich, nach den bis jetzt vorliegenden Dokumenten bis in die Jahre um 1500 zurückverfolgen.

Der älteste bekannte Besitzer ist Hermann Risges, er wurde im Jahre 1519 als Schöffe des Gräflichen Gerichtes erwähnt. Auf ihn folgte 1582 Dreißig (Andreas) Risges, er stirbt im Jahre 1582. Den Name Risges kann man bis 1699 in Zusammenhang mit dem heutigen Hausmannshof nachvollziehen.

Im Jahre 1835 übernimmt die Tochter von Anna Katharina Margaretha geb. Fragen, verheiratet mit Adam Dammer, Katharina Margaretha Franziska Dammer den Hof und heiratet 1836 Gerhard Schumacher. Gerhard Schumacher verkauft 1845 den Hof an Paul Even zu Weißenberg. Seine dritte Frau Adelbert Flock
erbte nach seinem Tod 1863 mit ihren Kindern den Risgeshof. 1855 heiratet Ferdinand August Even, Maria-Josefa Tillmann und übernimmt den Hof. Die Tochter Maria Katharina Even bleibt auf dem Hof und heiratet Heinrich Hausmann, der aus einer der ältesten Büttger Familien stammt

Der Hausmannshof vor dem zweiten Weltkrieg, in dem das Wo h ngebäude durch eine Luftmine zerstört wurde.

Hausmannshof (Risgeshof)

D e r Ho f nach dem Fliegerangriff im Jahre 1944

Am Abend des 9.3.1944 erfolgte ein Luftangriff. Um 20.25 Uhr detonierte eine Luftmine ganz in der Nähe des Hauses am Ostgiebel. Das Wohngebäude mit
Stallung wurde so schwer beschädigt , dass es Jahre dauerte bis es wieder aufgebaut ist. Herr Hausmann der vor dem Haus gerade sein Motorrad abstellen wollte, kam wie durch e i n Wunder mit dem Leben davon. Bis die
Gebäude im Jahr 1955 w ieder hergestellt wurden, bewohnte die Familie eine alte Flakbaracke.

Die Gemeindesparkasse Büttgen bezog in den kommenden Jahren einen Te i l der unteren Räume, um dort eine Filialstelle für die Holzbüttger Bürger einzurichten. Als man dann nach de r Fertigstellung der neuen Filiale auf der K l arster Straße w i eder auszog, musste die Außenwand aufgeschlagen werden, da man sonst den riesigen Tresor nicht herausbekommen hätte. Die Landwirtschaft wurde in die 60er und 70er Jahren nach und nach aufgegeben. Heute wi r d auf dem ehemaligen Bauernhof keinerlei Landwirtschaft mehr betrieben.

D ie Neu g e staltung der Hofanlage, zu dem ein M ie t s haus und ein Einfamilienhaus gehört, wurde v on Franz-Wilhelm Hausmann gebaut.
Er bewohnt da s G ebäud e mit seiner Frau Beatrix und seinen be i den Töchtern Katrin und Anika. Franz-Wilhelm Hausmann ist aktiver Schütze im Hubertuszug Heideröschen.