Jungschützenkönig 2018

Feuer und Flamme für das Königsjahr

Pascal Corsten bleibt normalerweise ganz gelassen, wenn er sich über den Köpfen anderer bewegt. Als gelernter Dachdecker ist er schließlich die Höhe gewohnt. Mittlerweile ist er Brandmeister bei der Berufsfeuerwehr der Stadt Essen und möchte zukünftig gerne im Einsatz als Höhenretter helfen. Doch als er vor einem Jahr auf der Bühne im Festzelt als neuer Jungschützenkönig gefeiert wurde und sich Jung und Alt von Herzen für ihn freuten, war dies auch für ihn ein Gänsehautmoment.

Pascal begleitete seinen Zugkameraden Dennis Schiffer in dessen Jungkönigs‐ jahr 2012/13 bereits als Minister und alle bleibenden Eindrücke hielten bei ihm den Wunsch bis ins vergangene Jahr aufrecht, auch selbst einmal Jungschützenkönig in Holzbüttgen zu werden. Mit dem 13. Schuss erfüllte er sich diesen und hat damit seinen Anteil für eine vielleicht bislang einmalige, aber auf jeden Fall seltene Konstellation in der Schützenstadt Kaarst geleistet. Denn in Vorst amtiert als Jungkönig Pascal Andree. Er ist nicht nur sein Namensvetter, die beiden marschieren im Nachbarort auch zusammen im Hubertuszug „Freiwild“.

In Holzbüttgen ist Pascal seit dem Jahr 2010 Mitglied im Jägerzug „Möschevötsches“ und wird von seinen Zugkameraden am letzten Schützenfesttag nicht selten mit der ZugSau dekoriert. In seiner Freizeit betreibt er Kraftsport, spielt mit Freunden Eishockey und ist Fan von Borussia Mönchengladbach.

Als Königin begleitet ihn seine Freundin Alia Burri. Die beiden sind seit einem Jahr ein Paar, waren sich eigentlich aber schon ihr ganzes Leben lang sehr nahe. 15 Jahre wohnten sie in Büttgen in unmit‐ telbarer Nachbarschaft, später auch in Holzbüttgen, hatten viele gemeinsame Freunde. Sie lernten sich aber selbst erst 2017 bei einer Karnevalsparty wirklich kennen. Die 21‐Jährige wird nach ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr im Oktober ihr Studium der Sozialen Arbeit beginnen. In ihrer Freizeit betreibt sie Kickboxen und Modern Dance, singt gerne und trifft sich mit ihren Freunden.

Sebastian Corsten und Katharina Müller

Dem Bruder des Jungschützenkönigs blieb ein eigenes Königsjahr zwar verwehrt, aber es gibt wohl kaum jemanden, der ihm mit so viel Erfahrung zur Seite stehen kann. Sebastian Corsten ist seit 2007 bei den „Möschevötsches“, und obwohl er sich selbst als „Spätberufenen“ für das Schützenwesen bezeichnet, umso schneller engagierte er sich ehrenamtlich dafür. Ab 2011 gehörte er dem Holzbüttgener Jungschützenvorstand an, davon zwischen 2013 und 2017 als Jung‐ schützenmeister.

In seine Amtszeit fielen neben einiger Krönungen diverser Jungschützenkönige auch die Veränderung, an diesem Abend einen DJ statt einer Band spielen zu lassen. Außerdem hat er maßgeblichen Anteil an der Wiederbelebung des Seifenkistenrennens in Verantwortung der Schützenjugend. Mittlerweile ist der 27 Jahre alte Industriekaufmann auch auf Bezirksebene als stellvertretender Jungschützenmeister auf vielen Schützenfesten unterwegs und hält sich dafür mit Joggen und Badminton fit.

Seit acht Jahren steht ihm mit seiner Freundin Katharina Müller eine Ur Holzbüttgenerin zur Seite. Die beiden lernten sich bereits 2007 kennen, es sollten jedoch noch weitere drei Jahre und Robert Schalley benötigt werden, bis die beiden zusammenfanden. Die 25‐Jährige Wirtschaftsredakteurin kommt aus einer echten Schützenfamilie, die über 70 Jahre das heimische Schützenfest mitgestaltet hat. Sie selbst war insgesamt dreimal Hofdame in Kaarst und Holzbüttgen und verfügt somit sicherlich über die nötige Routine für die Aufgabe als Ministerin.

Dennis Dube und Katharina Hoepfner

Dennis Dube ist der beste Freund un‐ seres Jungschützenkönigs und geht mit ihm als Minister nicht nur durch dieses Königsjahr, sondern jederzeit durch dick und dünn.

Für seine Schützenlaufbahn, beginnend 1999 bei den Edelknaben und als Mitbegründer der „Möschevötsches“ 2004, wäre ein eigenes Königsjahr mehr als gerechtfertigt gewesen, doch Glück und Schicksal spielten nicht immer mit und so blieben seine eigenen Versuche an der Vogelstange 2015 und 2016 leider erfolglos. Seinem Engagement für das Brauchtum tat dies jedoch keinen Ab‐ bruch. Seit dem letzten Jahr trägt er als Jungschützenmeister Verantwortung an führender Stelle in der Bruderschaft.

Als Ingenieur in der kunststoffverarbeitenden Industrie pendelt der 26‐Jährige täglich von Holzbüttgen zu seiner Arbeitsstelle in Bonn. In seiner Freizeit unternimmt er gerne Ausfahrten auf seiner GSXR Suzuki 750 und hält sich im Fitnessstudio in Form. Samstags um 15.30 Uhr schlägt dann sein Fußballherz für den SV Werder Bremen, Sonntags zur Football‐Primetime für die Houston Texans.

An seiner Seite begleitet ihn als Ministe‐ rin eine Freundin seit Grundschultagen: Katharina Hoepfner entstammt selbst einer Holzbüttgener Schützenfamilie und ein königlicher Hofstaat ist für die Kauffrau für Bürokommunikation wie ein zweites Zuhause. Die 26‐Jährige war in Holzbüttgen und Kaarst insgesamt viermal Hofdame. Natürlich auch, als ihr Vater Thomas 2006 hiesiger Schützenkönig war.