Schützenkönig Franjo I. und Königin Ulla

Seitdem wir 1980 unsere Zelte im schönen Holzbüttgen aufgeschlagen haben, fühlen wir uns hier sehr wohl. Durch unsere Kinder im Kindergarten, durch Schule, Pfarrgemeinde und Sport gewannen wir bald gute Freunde. Auch das Schützenwesen gehört dazu, obwohl ich lange aus beruflichen Gründen nicht aktiv sein konnte. Das änderte sich 2006 mit 62 Jahren. Ich wurde Hubertusschütze bei „Jung Hubertus“. Man sieht, ich bin ein typischer Spätstarter. Aber wenn, dann mit Vollgas.

Eine Riesenfreude war, 2013 Hubertus-Corps König sein zu dürfen. Das hat mich richtig auf den Geschmack gebracht. 1943 in Ahlen geboren, verbrachte ich meine Kindheit im Ruhrpott in Bottrop, ging dort zur Schule, musste aber mit 14 Jahren einsehen, dass Lernen nicht zu meinen größten Talenten gehörte. Man warf mich vom Gymnasium. Den Ernst des Lebens entdeckte ich erst in meiner Lehre als Industriekaufmann in einem Baubetrieb, wo ich neben Büroarbeit durch Steine schleppen meine Muskeln trainieren durfte. Nach Abschluss der Lehre hatte ich die Chance, auf dem zweiten Bildungsweg mein Fachabitur zu machen, um Betriebswirtschaft zu studieren. Danach war ich sieben Jahre lang als Unternehmensberater tätig, machte mich dann mit drei Partnern selbstständig, um Rehabilitationskliniken aufzubauen und zu betreiben. Nach über 30 Jahren mit viel Engagement beendete ich 2008 meine berufliche Tätigkeit endgültig und übernahm gern einige Ehrenämter.

Meine Ursula Maria lernte ich – inzwischen war ich schon 28 Jahre alt — bereits 1972 im zarten Alter von 17 Jahren kennen und lieben. Eine echte und typische niederrheinische Frohnatur aus Süchteln, deren ansteckendes und frohes Wesen mich als Westfale und Ruhrpottler bis heute fasziniert. Nach Schule und Abitur im Liebfrauen-Gymnasium in Mühlhausen studierte Ulla in Bochum und Düsseldorf Lehramt-Sekundarstufe I. und unterrichtete danach mit Freude Englisch und Französisch. Als sich 1980 unser erster Sohn anmeldete, gründete meine Frau 1982 ein kleines Familienunternehmen, genannt die „Radi-family“ und betreibt es seither als „Geschäftsführerin“ höchst effektiv und erfolgreich. Ihre Rolle als Mutter übte sie darin mit viel Leidenschaft und großer Geduld aus.

Unsere Freude sind unsere vier erwachsenen Söhne und die stetig wachsende große Familie. Mit Reisen, Segeln, mit Freundschaftspflege, besonders aber mit begeistertem Mittun im Schützenwesen verbringen wir unsere freie Zeit und freuen uns jeden Tag daran. Die Königswürde in diesem Jahr erfüllt uns mit Stolz und mit viel Freude.

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